10 Gründe

Passt ganz schön in unser Seminar, in dem wir über die digitale Boheme bereits sprachen.

Diese „selbstbestimmte“ Parodie ist offensichtlich nicht auf meinen Mist gewachsen, darum verlinke ich die Seite, auf der ich die ausführlichen „Argumentation“ gefunden habe:

http://sum1.onreact.com/index.php?p=972

Oktober 30, 2006 at 5:04 pm Hinterlasse einen Kommentar

Bin Laden on Board

osama boardingpass

Der 24 jährige Christopher Soghoian stellte einen Bordkarten-Generator ins Netz, welcher den Vorgang automatisiert, ein paar HTML Zeilen, die die amerikanische Fluglinie NWA bei der Online-Ticketbuchung bereitstellt, auszutauschen. Auf seiner Seite macht Chris Vorschläge zu den Verwendungsmöglichkeiten:
1. Meet your elderly grandparents at the gate
2. ‚Upgrade‘ yourself once on the airplane – by printing another boarding pass for a ticket you’re already purchased, only this time, in Business Class.
3. Demonstrate that the TSA Boarding Pass/ID check is useless.

Ein republikanischer Abgeordneter fand dies nicht sehr witzig, verlangte Chris´ Festnahme und dass seine Seite offline gestellt werde, die eine ernstzunehmende Sicherheitslücke aufzeige, die im Internet allerdings bereits seit 2003 dokumentiert ist. Das FBI rückte an, die Seite ist teilweise offline, Chris anscheinend noch auf freiem Fuß.

In Anbetracht dessen, dass diese Sicherheitslücke bereits mehrere Jahre bekannt ist, ist es beachtlich, dass weder die Fluggesellschaft noch die Regierung anscheinend in der Lage sind, eine Lösung zu finden.

Auf anderen Blogs wird derweil darüber diskutiert, ob die Möglichkeit Online-Tickets zu fälschen die Sicherheit an Flughäfen tatsächlich mindert.

Oktober 30, 2006 at 5:00 pm Hinterlasse einen Kommentar

Banksy vs. Paris // Banksy feat. Paris

Okay, okay – die Aktion mag mancheiner bereits kennen. Ich als Neueinsteigerin in diesen unermesslichen Themensektor habe eben erst Wind davon bekommen.

Der britische Künstler Banksy, bekannt durch seine Pouchoirs, die man mittlerweile in Städten weltweit finden kann, widmete sich dem Album von Paris Hilton, indem er bei über 500 Stück Cover und CD´s austauschte. Das modifizierte Booklet enthält Slogans wie „Every CD you buY puts me eVen further out Of youR league“ und eigens kreierte Songs wie z.B. „Why Am I Famous“.

Keines der „subvertisten“ Exemplare ist zurückgegeben worden, werden sogar auf Ebay hoch gehandelt. Bilder des Artwork gibt´s hier, das Making Off hier.

Banksy´s Aktion trifft jedoch nicht durchweg auf positive Resonanz. Wer die „Neuauflage“ einer kleinen Analyse unterzieht, kann sicher zustimmen: Das Produkt „wurde zum Unikat gemacht a la Pop Art und aus der Massenproduktion entzogen.“ Das Ergebnis entspricht also nicht dem ursprünglichen Sinn des Subvertising, sondern einem noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Guerilla-Marketing.

hilton booklet alá bansky

Oktober 27, 2006 at 2:27 pm 10 Kommentare

Adbusters

header adbusters.org
Kalle Lasn
ist Gründer der Media Foundation und des Adbuster Magazine. Er organisiert weltweite Aktionen wie den Buy Nothing Day oder die TV-Turnoff-Week, und ist Mitbegründer des Culture Jamming.

Er lebt in Vancouver, Kanada, wo er und seine Mitstreiter in einem verwinkelten Häuschen an neuen Werbespots basteln. Diese laufen manchmal abends auf dem Nachrichtensender CNN, sehen genauso aus wie alle anderen – tragen allerdings eine andere Botschaft.

Die Adbusters Media Foundation hat eine Mission: den Konsumwahn zu bekämpfen.

Das hauseigene Magazin Adbusters – eine aufwändig produzierte Mischung aus Kunstmagazin und kulturkritischem Journal – erreichte unlängst eine Auflage von weltweit 100 000 Stück. Aktivistenorganisationen wie Greenpeace oder die Präsidentschaftskampagne der US-Grünen lassen bei Adbusters Werbespots und anderes Bildermaterial produzieren.

Kalle Lasn selbst nahm vor Jahren selbst noch verdienend Anteil an der Werbebranche. Später reiste in die Welt, vorallem in die Dritte, drehte Dokumentarfilme und kam mit einem „heiligen Zorn“ auf das „konsumabhängige“ Amerika zurück. Seither versteht er sich als Aktivist.

Er wird als Enfant terrible der Werbung zu Talkshows und sogar zu Branchentagungen eingeladen. Er sagt, er müsse „höllisch aufpassen, dass die ganze Sache nicht zu einem Witz gemacht wird“. Er selbst findet es gar nicht witzig. „Wir verstehen uns als die Vorhut der bedeutendsten sozialen Bewegung der nächsten 20 Jahre“, schreibt er in der Einführung seines neuesten Buches (April 2005) Culture Jam.

Oktober 24, 2006 at 10:24 am Hinterlasse einen Kommentar

Attac -„Menschen haben soziale Rechte – hier und weltweit“

attac demo

Seit den Protesten in Genua für eine soziale und ökologische Globalisierung ist die globalisierungskritische Bewegung in aller Munde.
Mit 90.000 Mitgliedern in 50 Ländern versteht sich Attac als Teil dieser globalen Bewegung.
Auch in Deutschland bildet Attac ein breites gesellschaftliches Bündnis , das von ver.di und der GEW über den BUND und Pax Christi bis zu kapitalismuskritischen Gruppen reicht.
Immer mehr Menschen unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Herkunft werden in den mittlerweile über 250 Attac-Gruppen vor Ort aktiv.

Einige Themen, die bei Attac diskutiert werden und zu denen interessante Texte bereistehen sind: Globalisierung, Welthandel, internationale Finanzmärkte, soziele Sicherung, ein soziales, friedensfähiges und demokratisches Europa, Globalisierung und Ökologie, geistige Monopolrechte, Privatisierung, Steuern, Feminismus, Kultur, Rechtsextremismus.

Oktober 18, 2006 at 8:41 pm 3 Kommentare

„Reinventing the „f“ word: feminism“

guerrilla girls

„We were Guerrillas before we were Gorillas.“

Die Guerrilla Girls ist eine seit 1985 vollkommen anonym operierende New Yorker Künstlerinnengruppe, deren Markenzeichen Gorillamasken sind. Die Mitglieder verwenden als Pseudonyme die Namen toter Kuenstlerinnen, wie z.B. Frida Kahlo, Eva Hesse, Paula Modersohn-Becker, Käthe Kollwitz, Gertrude Stein, Georgia O’Keeffe – wie groß die Gruppe ist und wer dazugehört, ist nicht bekannt. Mit ihren Plakat- und Postkartenaktionen und öffentlichen Auftritten wollen die Guerrilla Girls auf den Ausschluss von Frauen und Nichtweißen aus dem Kunstbetrieb aufmerksam machen.

„The art world is a lot more macho than the post office.“

„History isn’t a fixed, static thing. It always needs adjustments and revisions. The tendency to reduce the art of an era to a few “geniuses” and their masterpieces is myopic. It has been a huge mistake. There are many, many significant artists. We’re not going to forget Rembrandt and Michelangelo. We just want to move them over to make room for the rest of us!“

Have a closer look at www.guerrillagirls.com

advantages of being a female artist

Oktober 18, 2006 at 6:06 pm 1 Kommentar

Ingold Airlines

In der Kunst haben Praktiken wie Irritation, Verfremdung, Übertreibung gewisse Tradition – vor allem versteht man es dort besser als sonstwo, die ästhetischen Techniken zu durchschauen, nach denen Unternehmen ihre Corporate Identity und ihr Image aufbauen. Durch Kopieren, Parodieren, der subversiven Nutzung und Übersteigerung kann es der Kunst gelingen, ein kritisches Potential gegen Werbeästhetik oder das Styling von Unternehmen zu entfalten, um auf ihre Verfahren überhaupt erst aufmerksam zu machen.
Tatsächlich ist zu beobachten, dass zahlreiche Künstler sich mit der Bild- und Zeichen- welt von Unternehmen auseinandersetzen – nicht nur offen kritisch, sondern z. B. auch ’nachschöpfend‘, um so ihrerseits den Raum zu nutzen, den eine Corporate Identity an Atmosphäre, Identifikationsmöglichkeiten, Ausprägung eines eigenen Stils etc. öffnet.
Ein komplexes Beispiel hierfür: Ingold Airlines

Schon seit 1982 arbeitet Res Ingold an seiner virtuellen Fluggesellschaft. Er erkannte den Trend zu immer aufwendiger gestalteten Firmenimages demnach sehr früh indem er eine vollständige CI für sein Unternehmen entwickelte.
Ingold Airlines sind öffentlich zugegen mit Geschäftsberichten, mit Werbeaufdrucken, sogar mit eigenen Messeständen bei Touristikmessen und seit 1996, als das Unternehmen zu einer Aktiengesellschaft mutierte, auch mit jährlichen Aktionärsversammlungen. Auf der Homepage wirkt der gesamte Auftritt der Airline so glaubwürdig, daß kaum der Verdacht aufkommt, es könne sich nur um ein fiktives Unternehmen handeln.
Somit erscheint Res Ingold nicht als Kritiker der CI-Strategien, vielmehr tritt er eher den Beweis an, daß tatsächlich allein via Marketing ein Unternehmensimage aufzubauen ist.

(aus: Aspekte der Kunst nach 1945 / 11.7.2001 / www.ideenfreiheit.de)

screenshot www.ingoldairlines.de

Oktober 15, 2006 at 9:05 am 5 Kommentare

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