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Watch out

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die verdachtsunabhängigen Überwachungsmechanismen zunehmen: Frau Merkel argumentiert (entgegen der Fakten), die Kofferbomber seien nur gefasst worden, weil es vor Ort Videoüberwachung gegeben habe.

England ist bereits das am stärksten videoüberwachte Land.

Seit mehreren Jahren findet eine Gegenbewegung statt. Eine wichtige Person diesbezüglich ist der Cyborg-Spezialist Steve Mann, der vorschlägt, die Videoüberwachung des öffentlichen Raumes „von oben“ mit Technologie, welche hauptsächlich der sozialen Elite zu Verfügung steht, mit einer Bewachung „von unten“ durch die Bevölkerung zu konterkarieren. Eine Vorgehensweise, die er „Sousveillance“ nennt.

Nicht nur die Behörden oder etwa Banken müssten ihre Kunden kennen, sondern diese auch ihre Sachbearbeiter und Banker. (heise, 2003)

Einen ausführlichen Artikel (auf englisch) zum Thema gibt es bei Wikipedia.
Im heise-Bericht kommen sowohl Fürsprecher als auch Kritiker der Sousveillance zu Wort.

Die Unterwachung behebe den größten Fehler des Panoptikums, nämlich dass die Überwachten „nicht zurückschauen konnten“. (Autor David Brin)

Aber auch:

Wenn jegliche Konversation aufgezeichnet würde, müsse man sich ständig über die spätere Interpretation des Gesagten Gedanken machen. Auch die Unterwachung könne schnell wieder in die klassische Überwachung umschlagen. (Latanya Sweeney vom Datenschutz-Labor der Carnegie Mellon University)

via E-Mail von Klaus Gasteier. Danke.

November 2, 2006 at 2:52 pm Hinterlasse einen Kommentar


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