Adbusters
Oktober 24, 2006

Kalle Lasn
ist Gründer der Media Foundation und des Adbuster Magazine. Er organisiert weltweite Aktionen wie den Buy Nothing Day oder die TV-Turnoff-Week, und ist Mitbegründer des Culture Jamming.
Er lebt in Vancouver, Kanada, wo er und seine Mitstreiter in einem verwinkelten Häuschen an neuen Werbespots basteln. Diese laufen manchmal abends auf dem Nachrichtensender CNN, sehen genauso aus wie alle anderen – tragen allerdings eine andere Botschaft.
Die Adbusters Media Foundation hat eine Mission: den Konsumwahn zu bekämpfen.
Das hauseigene Magazin Adbusters – eine aufwändig produzierte Mischung aus Kunstmagazin und kulturkritischem Journal – erreichte unlängst eine Auflage von weltweit 100 000 Stück. Aktivistenorganisationen wie Greenpeace oder die Präsidentschaftskampagne der US-Grünen lassen bei Adbusters Werbespots und anderes Bildermaterial produzieren.
Kalle Lasn selbst nahm vor Jahren selbst noch verdienend Anteil an der Werbebranche. Später reiste in die Welt, vorallem in die Dritte, drehte Dokumentarfilme und kam mit einem „heiligen Zorn“ auf das „konsumabhängige“ Amerika zurück. Seither versteht er sich als Aktivist.
Er wird als Enfant terrible der Werbung zu Talkshows und sogar zu Branchentagungen eingeladen. Er sagt, er müsse „höllisch aufpassen, dass die ganze Sache nicht zu einem Witz gemacht wird“. Er selbst findet es gar nicht witzig. „Wir verstehen uns als die Vorhut der bedeutendsten sozialen Bewegung der nächsten 20 Jahre“, schreibt er in der Einführung seines neuesten Buches (April 2005) Culture Jam.
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